Der Mensch aus der Maschine: Stimm- und Körperklone in der
datenschutzrechtlichen Praxis
Die Film- und Werbebranche steht vor einem technologischen Paradigmenwechsel.
Anstatt Models oder Schauspieler physisch an Orte reisen zu lassen und dort
abzulichten, werden zunehmend digitale Zwillinge („Digital Twins“) erstellt.
Diese KI-basierten Klone ermöglichen es, das Abbild einer Person flexibel in
Kleidung, Posen und Umgebungen zu versetzen – ohne dass die Person jemals
dort war. Damit einher geht eine zunehmende Digitalisierung von Stimmen
gerade bekannter Personen. Damit wären Synchronsprecher überflüssig. Was
ökonomisch und künstlerisch nicht weniger als eine hochgradig disruptive
Revolution ist, kann für den Datenschutz zum Minenfeld werden.