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RIW 1997, 533
 
OFD München
Auslandseinkünfte: Erträgnisaufstellungen deutscher Kreditinstitute
OFD München, Schreiben vom 17. Februar 1997 - S 2293 A - 79 - St II 2 a
RIW 1997, 533 (Heft 6)
»Nach § 34 c Abs. 7 Nr. 2 EStG i. V. m. § 68 b EStDV hat der Steuerpflichtige den Nachweis über die Höhe der ausländischen Einkünfte und über die Festsetzung und Zahlung der ausländischen Steuern durch Vorlage entsprechender Urkunden (z. B. Steuerbescheid, Quittung über die Zahlung) zu führen. Solche Urkunden stehen bei einer ausländischen Abzugssteuer/Quellensteuer dem Steuerpflichtigen aber nicht zur Verfügung.Wertpapiere ausländischer Ermittenten werden regelmäßig im Auftrag des depotführenden inländischen Kreditinstituts bei ausländischen Korrespondenz- oder Wertpapiersammelbanken, vergleichbar dem Deutschen Kassenverein, verwahrt. Dies geschieht in der Weise, daß das deutsche Kreditinstitut bei dem jeweiligen ausländischen Institut ein besonders gekennzeichnetes Depot unterhält, in dem die Kundenbestände lediglich gattungsmäßig zusammengefaßt sind. Bei der ausländischen Verwahrstelle eingehende Kapitalerträge werden von dieser in einer Summe an das inländische Kreditinstitut überwiesen. Zusätzlich erstellt die ausländische Verwahrstelle einen Gutschriftsavis, in dem die Zusammensetzung des Gesamtbetrags einschließlich der Steuerabzugsbeträge ausgewiesen ist. Das inländische Kreditinstitut, das regelmäßig keinerlei Belege bzgl. des überwiesenen Gesamtbetrags erhält, teilt auf der Basis des Gutschriftsavises den überwiesenen Betrag und die mitgeteilten Steuerabzugsbeträge auf die jeweiligen Kunden auf und erteilt Einzelabrechnungen.Die vom inländischen depotführenden Kreditinstitut ausgestellten Erträgnisaufstellungen und Einzelabrechnungen stellen für den Steuerpflichtigen mithin die einzige Möglichkeit dar, die ausländischen Einkünfte und Steuerabzugsbeträge zu belegen. Diese Dokumente sind deshalb bei der Veranlagung zur ESt und KSt als Nachweis im Sinne des § 68 b EStDV anzuerkennen.«

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