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RIW 1995, 961
 
FinMin. Sachsen
DBA: Pferderennpreise
FinMin. Sachsen, Schreiben vom 31. Juli 1995 - 33 - S 1300 - 71/4 - 39617
RIW 1995, 961 (Heft 11)
»Zu der Frage, ob Siegprämien, die ein im Ausland ansässiger Pferdehalter bei einem inländischen Pferderennen mit seinem Pferd erzielt, nach den Doppelbesteuerungsabkommen befreit sind, bitte ich folgende Auffassung zu vertreten:Nach der dem Art. 17 Abs. 2 OECD-Musterabkommen entsprechenden erweiterten Sportlerklausel der Doppelbesteuerungsabkommen kann der Staat, in dem der Sportler seine Tätigkeit ausübt, die Einkünfte auch dann besteuern, wenn sie dritten Personen zufließen. Voraussetzung ist, daß die Einkünfte 'aus einer von dem Sportler in dieser Eigenschaft persönlich ausgeübten Tätigkeit' zufließen. Hierbei muß der Einkünftebezieher nicht der Sportler selbst sein. Vielmehr ist die Sportlerklausel entsprechend Tz. 9 des Kommentars zu Art. 17 OECD-Musterabkommen weit auszulegen. Danach reicht ein Zusammenhang der Einkünfte mit der persönlichen ausgeübten Tätigkeit aus. Ein solcher Zusammenhang liegt vor, denn der Pferdehalter kann denPreis nicht ohne den Jockey erzielen. Die Leistung des Jokkeys ist auch nicht 'ohne Belang'. Die ausländischen Pferdehalter lassen ihre Pferde nicht nur deshalb an inländischen Rennen teilnehmen, um deren Leistungsfähigkeit laufend zu überprüfen und zu verbessern, sondern auch um Preise zu erzielen. Zu diesem Zweck muß ein geeigneter Jockey beauftragt werden, der das Pferd zum Sieg führt.Auch wenn bei einem Pferderennen die Leistungsprüfung des Pferdes im Vordergrund steht, schließt dies eine Qualifikation des Pferderennens als Sport nicht aus. In der Öffentlichkeit und im allgemeinen Sprachgebrauch werden Pferderennen als Sport angesehen.Dem steht auch nicht entgegen, daß Pferderennvereine steuerlich wegen der Förderung der Pferdezucht grundsätzlich als gemeinnützig anerkannt sind. Die Grundsätze des Gemeinnützigkeitsrechts sind auf die Vorschriften über den Steuerabzug nicht übertragbar.«

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