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RIW 2005, 160
 
OFD Karlsruhe, Stuttgart
Unternehmereigenschaft von Holdinggesellschaften
OFD Karlsruhe, Schreiben vom 25. August 2004 - S 7104
RIW 2005, 160 (Heft 2)
Eine Holdinggesellschaft konnte bisher auch dann als Organträgerin angesehen werden, wenn sie keine entgeltliche Tätigkeit ausgeübt hat; ansonsten aber die Eingliederungsvoraussetzungen vorlagen. Die Unternehmereigenschaft der an sich umsatzlosen Führungsholding wurde durch die Zurechnung der unternehmerischen Aktivitäten der Tochtergesellschaften begründet.Nachdem der EuGH mit Urteil vom 27. 9. 2001 - Rs. C-16/00 (Cibo Participations SA, RIW 2001, 869, UR 2001, 500) entschieden hat, dass eine Holding, die unmittelbar oder mittelbar in die Verwaltung ihrer Gesellschaften eingreift, nur dann Unternehmer ist, wenn die Eingriffe in Form von entgeltlichen Dienstleistungen erfolgen, kann hieran nicht mehr festgehalten werden. Erhält eine Holding keine Vergütung für ihre Tätigkeit, ist sie nicht Unternehmerin und kann auch nicht als Organträgerin angesehen werden (EuGH-Beschluss vom 12. 7. 2001 - Rs. C-102/00, Welthgrove, RIW 2001, 873, UR 2001, 533).Eine Organschaft liegt daher nur noch vor, wenn die Führungsholding die geschäftsleitende Tätigkeit gegen Entgelt erbringt. Wurde in anderen Fällen in der Vergangenheit eine Organschaft angenommen, kann es hierbei bis zum 31. 12. 2004 verbleiben.

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