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BB 2022, 2343
 

Im Blickpunkt

Abbildung 10

“In Deutschland sind die Ausgaben für Forschung und Entwicklung in den zurückliegenden gut anderthalb Jahrzehnten deutlich gewachsen, wie eine von ZEW Mannheim im Auftrag von KfW Research durchgeführte Studie zeigt.” Ihr reales Wachstum, so die diesbezügliche PM der KfW vom 5.10.2022, betrage im Zeitraum von 2005–2019 durchschnittlich 3,4 % p. a., nachdem es im Zeitraum 1991–2005 nur bei 1,4 % p. a. lag. Die FuE-Quote (Ausgaben für FuE in Relation zur Wirtschaftsleistung) sei von 2,1 % im Jahr 1994 auf 3,17 % im Jahr 2019 gestiegen. Die Dynamik der FuE-Ausgaben falle in Deutschland der Untersuchung zufolge im Zeitraum ab 2005 höher aus als in anderen großen, hochentwickelten Industrieländern wie Japan (0,7 %), Frankreich (1,6 %) oder Großbritannien (2,2 %). Sie könne jedoch mit Ländern wie China (13,0 %), Südkorea (8,0 %) oder Israel (6,0 %) nicht mithalten. Im Jahr 2019 habe Deutschland eine FuE-Quote von 3,17 % erreicht und rangiere damit vor Ausbruch der Coronapandemie auf der sechsten Position unter den Vergleichsländern – gleichauf mit den USA und vor ähnlich großen europäischen Ländern sowie China. In Deutschland habe die Bundesregierung für 2025 einen Zielwert von 3,5 % formuliert, auf EU-Ebene gelte 3,0 % als Zielgröße. “Im Vergleich zu anderen Industrieländern ist die FuE-Intensität der meisten Wirtschaftszweige in Deutschland unterdurchschnittlich. Gleichzeitig liegen die entsprechenden Ausgaben kleiner und mittlerer Unternehmen in Deutschland deutlich unter denen der meisten anderen Industrieländer. Dies bedeutet, dass ein großes Potenzial für eine Erhöhung existiert. Um dieses zu mobilisieren, sind insbesondere FuE-Anreize für mittelständische Unternehmen und für die gesamte sektorale Breite der deutschen Wirtschaft wichtig. Darüber hinaus spricht die hohe Bedeutung der Digitalisierung für Forschung und Innovation dafür, FuE- und Digitalisierungsprojekte bei der Förderung stärker zu integrieren”, sagt Dr. Fritzi Köhler-Geib, Chefvolkswirtin der KfW. Die aktuelle Studie ist abrufbar unter www.kfw.de/fokus.

Gabriele Bourgon, Ressortleiterin Bilanzrecht und Betriebswirtschaft

 
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